• Sandra

Ein Märchenhafter Wald (Congaree Park)

Aktualisiert: 17. Mai

Vom wunderschönen Lake Wateree war unser nächstes Ziel wieder ein Nationalpark in 60 Meilen Entfernung, also quasi um die Ecke. Den Congaree National Park (Visit the Home of Thousands of Species) in South Carolina würde ich wirklich jedem ans Herz legen, der mal in der Nähe sein sollte. Es gibt dort viele Trails durch den Wald und unter anderem den sogenannten „Boardwalk“. Dieser Weg entspricht einem Gesetz, welches 1990 in Kraft getreten ist und die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen verbietet, es nennt sich ADA (Americans with disability act) und bedeutet, dass der Weg barrierefrei ist. Der Weg besteht aus einem Steg der durch den Wald führt, 2,4 Meilen lang.

Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht auch etwas auf Abwegen unterwegs wäre und deshalb wollte ich einen "normalen Trail" (Trampelpfad) ausprobieren. Was soll ich sagen? Es hat sich definitiv gelohnt einen Teil des Sims Trails zu erkunden.

Dank „Genny“ (Segway) ging das erstaunlich gut, auch wenn ich ab und an etwas Schwung nehmen musste, um über Baumwurzeln zu kommen. Selbst ein umgefallener Baum hinderte mich nicht des Weges, wir suchten einfach einen Weg durchs Gestrüpp, um den Baum zu umfahren. Aber ausgerechnet eine Minibrücke, die über einen Graben führte, machte mir dann den Gar aus, denn der Absatz um auf das Brückchen zu kommen, war scheinbar ziemlich unterspült worden und mit dem Segway hochhüpfen blieb leider eine Wunschvorstellung. Ich versuchte durch den Graben durchzufahren allerdings war dieses Vorhaben ziemlich abenteuerlich. In den Graben kam ich noch problemlos, aber auf der anderen Seite hoch, war unmöglich. Beim Drücken von hinten steckte ich mit dem Fussbrett im Boden fest… also beschlossen wir wieder umzukehren. Auch auf der Seite wo ich in den Graben rein gefahren war, bedurfte es einiger (schräger) Anläufe um überhaupt wieder raus zu kommen. Mit ein bißchen Mut gepaart mit Schwung und Unterstützung von Seb‘ gelang das Vorhaben. Mittlerweile war der Akkustand meines Segways allerdings ziemlich im Keller und wir hofften, dass die Akkuleistung noch bis zurück reicht. Etwas Nervenkitzel war in jedem Fall dabei – also ganz nach meinem Geschmack. Wieder auf dem Boardwalk angekommen, tat sich mein Segway leichter und ich schaffte es problemlos bis zum Ende des Trails. Insgesamt waren wir 3 Stunden für ca. 6 Meilen unterwegs. Während ich das schreibe, fällt mir auf wie wenig ich Lennox erwähne, das liegt nicht etwa daran, dass er nicht dabei war , sondern daran, dass er das alles so ruhig und gelassen mitgemacht hat, dass man ihn fast nicht bemerkt. Wobei andere bemerkten ihn sehr wohl, denn schließlich durfte ich mir auch an diesem Tag gefühlte 20 x anhören, wie hübsch, toll und unglaublich „cute“ er ist. Wie wahr!



Nach dem „Hike“ durch den Congaree Park war ich regelrecht verzaubert und verträumt...

Danach hatte ich irgendwie nicht den Elan noch ewig lange nach einem Stellplatz für die Nacht zu suchen. Da wir am nächsten Tag einen Besuch der Stadt Charleston (South Carolina) geplant hatten, sollte es also ein Platz in der Nähe sein. Wir fanden einen Campground namens Charleston KOA (Kette von Campingplätzen). Auf der Seite fand ich keine Preise, so war ich doch ziemlich überrascht als Seb‘ vom Einchecken zurück kam und mir von den 69 Dollar für die 1 Nacht berichtete. Zumal der Platz weder besonders groß, noch besonders schön war. Er war halt nah an der Stadt, und Strom und WiFi war inklusive – immerhin.

Am nächsten morgen fuhren wir mit dem Bus (natürlich mit unserem Skoolie) in die Stadt Charleston (https://de.wikipedia.org/wiki/Charleston,_South_Carolina) und wollten dort gemütlich frühstücken. Das gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht, wir fanden sehr wenige Cafés und wenn dann waren sie überfüllt oder mit Stufen versehen. Ich war mit dem Segway unterwegs, damit sind weitere Strecken kein Problem, aber höhere Stufen leider schon. Da kann Seb‘ mir nicht so einfach hochhelfen wie mit meinem manuellen Rolli. Also mussten wir eine ganze Weile suchen und konnten das kleine historische Städtchen nicht so ganz würdigen. Da es sich hauptsächlich um eine Shopping-Meile (im europäischen Still) handelte, war das aber ohnehin nicht so schlimm. Nachdem wir aber erfolgreich unseren Hunger stillen konnten, waren wir auch wieder offen um die Gegend zu erkunden und so verschlug es uns zum Charleston City Market - one of the nation's oldest public markets and the cultural heart of Charleston. Ganz viele Stände mit Nippes und so – das war ganz nett, auch wenn ich tatsächlich nix gekauft hab... auch nicht diesen schönen Steampunk-Hut.


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