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  • AutorenbildSandra

Mission Costa Brava - Teil 2 (Flintstone Edition)

Nach der denkwürdigen Flucht aus dem überfluteten Heimatort, saß ich zwischenzeitlich selbst am Steuer meines unerwartet geländegängigen Skoolies. Den Helden der Stunde (Sebastian) hatten wir - nach erfolgreicher Überquerung der Sturzbäche - zurückgelassen. Michi und ich befanden uns schlussendlich, trotz aller Widrigkeiten, auf dem Weg in den Süden. Yippie Ya Yay!

Ein Angstgegner wartete allerdings noch auf mich: die Mautstellen in Frankreich. Nicht nur, dass die Einfahrten unverschämt eng sind, die Höhe der Bezahlschlitze sind für Fahrzeuge, die größer als ein Auto, jedoch kleiner als ein LKW sind, schon beinahe diskriminierend. Ein Fauler war aber noch nie ein Dummer... daher hatte ich, um die Bezahlproblematik zu Umgehen, bereits vor Jahren, in eine Mautbox investiert. Dieses Gerät verspricht eine mühelose Bezahlung, mit automatischer Abrechnung. Aber funktioniert das Ding (nach 2 Jahren Nichtnutzung) noch???

Merklich angespannt fuhr ich im Schneckentempo auf die Schranke zu, als ich den so sehnlichst herbei gewünschten Piepton vernahm, der die wie von Zauberhand eingeleitete Schrankenöffnung signalisierte. Ahhhh... wenn's läuft, dann läuft's!

Die sintflutartigen Niederschläge wurden im Übrigen immer weniger, je weiter wir uns von Zuhause entfernten. Spätestens da wussten wir, wir hatten alles richtig gemacht.

Auf den nächsten Kilometern begegneten uns viele freudig winkende und daumen-hoch-zeigende Verkehrsteilnehmer; das lenkte ein wenig davon ab, dass mich - manch scheinbar nicht so netter Fahrer - beim Spurwechsel zu ignorieren versuchte. Ein Stau war es letztendlich, der - gegen 19 Uhr und etwas über der Hälfte der Strecke - den Feierabend einläutete. Wir wichen auf den nächst gelegenen LKW Rastplatz aus, wo Michi schließlich den Grund für die vermeintliche Ignoranz einiger Mobilisten aufdeckte. Im Sicherungskasten hing das Blinkerrelais nur noch halbherzig an seinem Bestimmungsort; scheinbar war es durch Vibration herausgeflutscht und hatte lediglich hin und wieder Kontakt, sodass blinken einzig und allein Glückssache war. Diesem Ärgernis konnte schnell Abhilfe geschaffen werden, während ich mich um das Abendmahl bemühte. Spaghetti Carbonara und ein paar Gläser Rotwein später wurde die Nachtruhe eingeläutet.

Am folgenden Morgen setzten wir unseren Trip nach Katalonien - nicht minder gut gelaunt - fort,

woraufhin wir am Nachmittag endlich von der spanischen Sonne und unserem "verfreundeten" Volksstamm aus der Pfalz begrüßt wurden. In diesem Zusammenhang möchte ich Euch folgenden, wichtigen, historischen Hintergrund nicht vorenthalten:

Zugegebenermaßen ist diese Rollenverteilung in unserer Freundschaft nicht ganz so eindimensional, sondern trifft ebenfalls in umgekehrter Richtung zu.

Denn von diesen beiden Exemplaren sollte sich tatsächlich jeder eine Scheibe von abschneiden, kenne ich doch wenige Menschen, die ihre Wünsche und Träume so strebsam angehen und verwirklichen... Die Odyssee des Rosenbusch-Clans zum Segelyacht-Besitzer ist nur eins von vielen Beispielen.

Lange Rede, kurzer Sinn... so kam es, dass wir am späten Nachmittag, am Steg des Liegeplatzes der "Infinite Horizon" in dieser Konstellation das erste Mal zusammen saßen.


Der Busparkplatz vor der Marina Estrella wurde die nächsten Tage von uns unverfrorener Weise eingenommen, da er nicht nur unmittelbar vor der "Haustür" des Segelbootes von Paddy und Randy lag, sondern es bis zum Strand auch nur wenige Gehminuten waren.

Noch am Ankunftstag machte sich Michi an die Instandsetzungsarbeit der Mission "Wasser marsch".

Ein Kinderspiel für den Allrounder, denn wenige Minuten später war der neue Wasserhahn angeschlossen und das Problem ad acta gelegt.


Am nächsten Tag statteten wir dem Sprungplatz einen Besuch ab

bevor wir später einen kleinen Ausritt zum Strand planten. Damit Michi nicht wie das übrige, niedere Volk zu Fuß laufen musste, erlegte ich ihm eine Segway-Einweisung und Proberunde auf, die er selbstredend mit Bravour absolvierte.

Ich wiederum entschied mich für meinen Scooter, für den ich vor Urlaubsantritt in einen neuen Akku investiert hatte.

Und dann ging die wilde Fahrt ab, die von nicht wenigen Schaulustigen kritisch beäugt wurde. Unbeirrt schafften wir es bis zum letzten Zebra-Streifen vor der anvisierten Strandpromenade, als sich mein Scooter plötzlich aus der Verbindung mit meinem Fußbrett löste. Doch ein hilfsbereiter Fußgänger eilte heran und schob meinen Roller auf die sichere Flaniermeile, wo sich Rolli und Zuggerät wieder vereinigten. Jäh stellte ich fest: Ohje, ich hab ein Rad ab!

Einige mögen jetzt sagen "das hat sie schon immer". Mag sein. In diesem speziellen Fall allerdings wortwörtlich.

Es folgte eine zeitaufwendige Suche aller vermissten Bestandteile, bei der auch die zur Unterstützung herbei gerufenen Maulwurfsaugen der Bootseigner nicht viel ausrichten konnten. Adlerauge Michi hingegen war es, der verblüffenderweise alle Kleinstteile fand... nur das Rad blieb wie vom Erdboden verschluckt.

Was nun? Erstmal zurück zur lila Homebase.

Es dauerte nicht lange, da hatten die Ritter der Tafelrunde schon einen Plan ausgeheckt, bei dem mein geliebtes Ikea-Küchenbrett (hier in seiner herkömmlichen Funktion)

eine tragende Rolle spielen sollte...

Ich sag nur "Yabba Dabba Doo!"



Fortsetzung folgt...


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