• Sandra

Besondere Momente und Begegnungen ❤️

Wer endlos lange weiße Strände mag, für den ist Floridas Forgotten Coast und der St. George Island State Park ein absolutes Muss. Wir waren recht früh (8:30 Uhr) da und hatten so die Gelegenheit die Schönheit der unberührten Strände noch genießen zu können bevor die vielen Wochenendpilgerer und Familien eintrudelten. Normalerweise sind Hunde am Strand verboten aber Service-Dogs stellen eigentlich immer eine Ausnahme dar.

So durfte Lennox auch dieses mal mit - der Glückspilz. Welcher Hund kann schon von sich behaupten an einen 22 km langen Naturschutzstrand gekackt zu haben, an dem Hunde verboten sind. Selbstredend haben wir seine Hinterlassenschaft eingetütet und fachgerecht entsorgt.

Für mich war dieser Tag ebenfalls besonders, wenn auch ein bisschen Wehmut mitschwang. Wie gern hätte ich den Sand unter meinen Füßen gespürt und mich im Meer abgekühlt. Meine Spuren im Sand sahen früher auch mal anders aus... Fußspuren sind definitiv romantischer als Reifenspuren. Aber ich will nicht klagen!

Am Strand zu sitzen, den Wellen zuzusehen, die Strandkrabben zu entdecken und dem Meeresrauschen zuzuhören war einfach schön.

Nachdem wir den ganzen Vormittag im State Park verbrachten bis es uns zu voll und vor allem zu heiß wurde, fuhren wir weitere 130 Meilen an der vergessenen Küste Floridas entlang bis nach Destin - offensichtlich ein recht begehrter Touri-Ort. Hier verfiel ich erneut dem Deko-Shopping bevor wir in einem sehr angesagten Beach-Restaurant den Abend verbrachten.

Details zu der uninteressanten Walmart-Parkplatz-Übernachtung erspare ich Euch. Wahrscheinlich fragt sich der ein oder andere dennoch warum wir öfters bei Walmart übernachten. Das liegt daran, dass es nicht immer ganz einfach ist einen Platz zum Übernachten zu finden und Walmart Campern das Overnight Parking erlaubt während es auf den meisten Parkplätzen verboten ist. Dies nur am Rande.


Nach 14 Tagen Florida war es nun Zeit für den nächsten Bundesstaat: Sweet Home Alabama! Uns fiel auf, dass in der Gegend durch die wir fuhren, fast jeder einen kleinen See im riesigen Vorgarten hat. Die Häuser sahen aus wie die, die man aus den Filmen, die in den Südstaaten spielen, kennt: Herrschaftshäuser mit Säulen, der typischen Veranda und den obligatorischen Schaukelstühlen vorm Haus. Da wir fast ausschließlich Landstraßen fahren, offenbaren sich die Unterschiede der Bundesstaaten recht schnell. Der Nachteil, die Internetverbindung im "Hinterland" ist meist genauso bescheiden wie bei uns in Deutschland. Das bringt mich manchmal zur Verzweiflung, denn immer wenn wir noch kein konkretes Ziel haben (oder "ungemütliche" Strecken anstehen), lasse ich Sebastian fahren, dann hab ich unterwegs genug Zeit ein neues Ziel ausfindig zu machen, mangelnde Netzverbindung erschwert das ganze ungemein. In Deutschland nutze ich meist die App "Park4Night" zur Stellplatzsuche. Also hab ich an diesem Tag nach ähnlichen Plattformen gesucht und stieß auf "Harvest Hosts". Dort zahlt man einen Jahresbeitrag von $99 und erhält Zugang zu kostenlosen Stellplätzen, die von Bauernhöfen, Weingütern, Brauereien und ähnlichen Institutionen zur Verfügung gestellt werden. Anstandshalber wird erwartet, dass man in den Giftshops, Farmläden etc. einkauft und die Inhaber somit unterstützt. Ein Geben und Nehmen.

In Cedar Bluff fand ich unseren ersten "Host" (Gastgeber). Die Bewertungen unsere Vorgänger waren gut und der erste Kontakt war schnell , sehr nett und unkompliziert. Wir waren allerdings spät dran und kamen erst gegen 8 Uhr abends an. Nathan (unser Gastgeber) zeigte uns wo wir parken können. Wir parkten - obwohl es ziemlich windig war -unter den Bäumen direkt am "Weiss Lake".

Im Vergleich zu Florida war es in Alabama fast kühl. Ein Gewitter kündigte sich an. Daher viel unser erster Plausch mit Nathan recht kurz aus. Wir bedankten uns für diese wunderschöne Übernachtungsmöglickeit und wünschten eine gute Nacht. Auf dem Weg zum Bus tauchten überall kleine "Funken" auf. Es dauerte einen Moment bis wir begriffen, dass es Fireflies (Glühwürmchen) waren. Irgendwie magisch diese kleinen Dinger 🥰

Das Unwetter blieb aus und so verbrachten wir eine mega ruhige Nacht bei angenehmer Temperatur!

Am nächsten Morgen waren wir bei Zeiten wach und Lennox & ich schon früh am See.

Unser Gastgeber war ebenfalls früh auf den Beinen und kam zum "Guten Morgen" wünschen vorbei. Wir zeigten ihm den 🚍 und er erzählte von sich und wir von uns und ruck zuck war der Vormittag vorbei. Und was bleibt wenn ich an diesen Tag zurück denke? Ein wohliges Gefühl an eine warmherzige Zufallsbegegnung an einem magischen Ort... das macht es doch aus, oder!? Die Erinnerungen an besondere Momente und Begegnungen ❤️



86 Ansichten4 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen