• Sandra

Difficult roads lead to beautiful destinations...

Nach unserem Ausflug in die Stadt (Charleston) zog es uns am Tag darauf in die einsame „Steppe“ oder so ähnlich. Ich hatte im Internet eine Liste mit den 50 besten, kostenlosen Campingplätzen in den USA gefunden. In Georgia – das war der nächste Bundesstaat der auf unserer Route lag – war der Barrington County Park (in Townsend) am Harper Lake gelistet. Die Bilder sahen super idyllisch aus, allerdings erwähnte niemand die abenteuerliche Zufahrt dorthin. Es war eine Sandpiste (mit vom Wind?) geformten harten Rillen, beim drüberfahren schepperte der ganze Bus, mein Lenker „hopste“ in meinen Händen auf und ab. Als Krönung kamen hin und wieder tiefe Löcher aus losem Sand. Das Chassis quietschte, knarrte und gärkste wenn sich eine Seite des Busses durch eines der tiefen Löcher kämpfte und gefühlt zu kippen drohte. Aber ich fuhr tapfer im Schneckentempo weiter, zumindest bis ich in einem der Sandlöcher steckenblieb. Um dem Geblubber und der Besserwisserei des Beifahrers – ich will jetzt keine Namen nennen 😉 – zu entkommen, überließ ich das Steuer jemandem der es besser wusste und konnte! Und so erblickten wir kurz darauf tatsächlich einen tollen naturbelassenen Ort, der keineswegs einem Camping- oder Stellplatz ähnelte. Wir waren außerdem fast allein obwohl hier noch mindestens 50 weitere Camper hingepasst hätten. Wir parkten unter den malerischen Live Oak Trees direkt am Fluss. Wunderschön! … das hier allerdings kein Telefon- oder Internetempfang zu erhaschen war, weniger!

Aber wenigstens kam ich so dazu einen weiteren Umschlag von Paddy mit dem passenden Titel „Öffnen wenn Dir langweilig ist“ auszupacken.

Darin u.a. ein Brief mit Vorschlägen zur Beseitigung der Langeweile, allerdings waren einige davon - zum Beispiel: Paddy schreiben oder anrufen - in diesem Fall wenig hilfreich. Aber zur Rettung war auch noch ein „Spiele gegen Langeweile“ Heftchen im Umschlag. Damit sowie mit einer ausgiebigen Fotosession und dem Abendessenkochen hatten wir auch ohne Internet einen schönen Nachmittag und Abend.

Nach einer ruhigen Nacht und einer weiteren abenteuerlichen Fahrt über die „Dirt Road“ ging es auf asphaltierten Straßen auf die 23 qkm kleine Insel Jekyll Island. Nachdem wir an der Strandpromenade rumflanierten waren, was zu Mittag gegessen und ein bißchen geshoppt hatten, wollte ich unbedingt an den Strand… also so richtig mit Sand unter meinen Rädern. Die ausgelegten Sandmatten halfen über die ersten Meter, danach kam der spannende Teil über den losen Sand und dann war es eigentlich total easy, der Sand war nass und hart und ich konnte mit dem Segway am Strand entlang flitzen. Das sind die Momente in denen ich mich frei und unbeschwert fühle!


Danach fuhren wir weiter nach Amelia Island. Dort beginnt die A1A (State Route), die mal mehr mal weniger mit Meerblick, von Amelia bis Key West küstennah durch Florida verläuft. Einen klitzekleinen Teil der A1A bis Talbot Island fuhren wir an dem Tag noch. Wir fanden einen superschönen, kostenlosen Platz zum Übernachten unterhalb einer Brücke, direkt am Wasser.

Wir genossen die Abendstunden mit toller Aussicht.


Und auch am Morgen sorgte die Aussicht für einen guten Start in den Tag.


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