• Sandra

Mission Adventure (finally) goes USA

Unglaublich aber wahr, mit unglaublichen 2 Jahren Verspätung haben wir es endlich in die USA geschafft. Am Donnerstag, den 26.04.22 ging es von Frankfurt nach Washington Dulles - mit ganz viel Aufregung im Gepäck versteht sich. Die Befürchtung das irgendwelche (fehlenden) Papiere uns doch noch am Abflug hindern könnten, hat sich Gott sei dank nicht bewahrheitet. Ganz im Gegenteil eigentlich hat kein Mensch nach all den Unterlagen gefragt, die für uns wegen COVID und für Lennox (als Assistenzhund) gefordert waren. Stattdessen hat Lennox im Nu alle Herzen am Frankfurter Flughafen erobert. Dass er so selbstbewusst und scheinbar routiniert durch den Flughafen schlendert, hab ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Die Scheiß-egal-Pillchen haben ihre Sache offensichtlich sehr gut gemacht. Selbst die Sicherheitskontrolle, bei der sowohl ich als auch Lennox einer Leibesvisitation unterzogen wurden, hat er super gemeistert. Am Gate angekommen durften wir als erstes in den Flieger. Für mich war das alles neu, da ich meine letzten Flüge noch als Fußgängerin absolviert hatte und nun als Rollifahrerin quasi noch jungfräulich war. Bis an die Flugzeugtür war ich mit meinem Rolli unterwegs, dann musste ich auf einen speziellen Transportstuhl (oder sollte ich besser "Sackkarre" sagen!?) umsetzen; mit diesem wurde ich durch die schmalen Gänge des Fliegers bis zu unserer Sitzreihe geschoben. Mein Rolli, der vorher schon mit einem speziellen Gepäckbank gekennzeichnet wurde, wurde woanders hin verfrachtet. An unseren Sitzen angekommen haben mich zwei junge Frauen freundlicherweise auf meinen Platz auf Fenster gehievt. Glücklicherweise haben wir eine 3er Sitzreihe für uns bekommen, sodass Sebastian am Gang, ich am Fenster sitzen konnte und Lennox somit zwischen uns im Fußraum genügend Platz hatte.



Der Flug selbst war entspannt und von Lennox hat man keinen Mucks gehört. Lediglich bei Start und Landung war er etwas angespannt. Obwohl der Flug ca. 8 Stunden gedauert hat und er insgesamt fast 12 Stunden "aushalten" musste, war auch das kein Problem. Spätestens seit diesem Flug weiß ich, dass ich den besten Hund der Welt habe!


In Washington gelandet wurde es dann alles etwas stressiger und merkte man sehr schnell, dass wir Deutschen im Vergleich einfach die 1.000 mal besser organisierteren sind. Nachdem alle Passagiere ausgestiegen waren kamen 2 Herren, die mir erneut auf die Sackkarre helfen sollten. Alles war sehr hektisch, unroutiniert und nicht so wirklich vertrauenserweckend. Nichts desto trotz schaffte ich es bis an die Flugzeugtür wo mein Rolli wieder auf mich wartete.

Von da aus ging es weiter zu einem Shuttlebus um zum Flughafenterminal und somit zur Passkontrolle zu kommen. Die Schlange vor der Passkontrolle war endlos lang, laut und unruhig. Das stresste Lennox und auch mich ziemlich, hatten wir doch gehofft das schlimmste schon hinter uns zu haben. Nach ca. 2 Stunden in der Schlange waren wir nach der Beantwortung von 2-3 Fragen und dem Vorzeigen von Lennox' Ausweis problemlos durch. Das Gepäck wartete auch schon auf uns und so konnten wir endlich zügig durchmarschieren... durch den hässlichsten und verwahrlosesten Flughafen, den ich jemals gesehen hab. Ich würde wirklich jedem abraten diesen Flughafen jemals anzufliegen.

Aus dem Flughafen raus mussten wir feststellen, dass wir erneut einen Shuttle nehmen müssen um zu den Rentalcars zu kommen. Mit Rolli, Hund und ganz viel Gepäck alles etwas aufwendig, insbesondere für Sebastian, der mir in den Bus helfen und sich trotzdem noch ums Gepäck kümmern musste. Bei der Mietwagenfirma angekommen traf uns erneut der Schlag... eine ewig lange Schlange mit wartenden Menschen, die alle einen Mietwagen haben ... arghhhh!

Weitere 2 Stunden später, die ich mit Lennox und dem Gepäck auf Sebastian wartend verbrachte, kam er eeeeeendlich mit einem Mietwagen um die Ecke. Ich war zwischenzeitlich todmüde und ziemlich durch gefroren, obwohl es eigentlich nicht wirklich kalt war. Aber ich war froh endlich im Mietwagen zu sitzen und unserem Hotel in Baltimore entgegen zu fahren. Nach weiteren anderthalb Stunden hatten wir dieses dann auch erreicht, beschlossen aber vorm Einchecken noch schnell ein paar Besorgungen zu machen, u.a. was zu mampfen für Lennox, da wir kein Hundefutter mitnehmen durften. Danach ging's ab ins Hotel. So richtig freuen konnten wir uns über dieses abgeranzte Best Western Plus Hotel allerdings nicht.

Note to myself: Ich muss unbedingt Seabridge sagen, sie sollen ihre Hotelempfehlungen dringend überarbeiten!

Na ja, für diese Nacht sollte es reichen, wir waren ohnehin zu müde um uns zu sehr darüber zu echauffieren!




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