• Sandra

Grand Teton - Wyoming

Aktualisiert: 23. Nov.

Am Sonntag, dem 04.09.2022 erreichten wir Wyoming, den bevölkerungsärmsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Name stammt aus der Sprache der Algonkin-Indianer und bedeutet „Große Ebenen“.

Von Colorado aus legten wir an diesem Tag insgesamt 439 km zurück. Mehr als genug für die herrschenden Temperaturen. Zumal die weiten Ebenen, die diesen 27,5 mal so großen Bundesstaat wie Deutschland prägen, kaum Schatten spendeten. Glücklicherweise fanden wir dennoch ein schattiges Plätzchen mit einer für diese Gegend sehr unüblichen saftig-grünen Wiese. Diese Vorzüge wusste auch der ältere Herr, der mit 2 Alpakas auf der Ladefläche anreiste, zu schätzen.

Er erzählte uns, dass er hier regelmäßig eine Pause auf seiner Durchreise von oder nach Colorado einlegte, damit seine wolligen Begleiter ihr Geschäft verrichten und ein wenig grasen konnten.

Der Grund für seine Pendelei seien die Alpakatouren, die er anbot. Bevor er sich wieder auf den Weg machte, brachte er eines der Alpakas für eine Streicheleinheit zu uns. Welch unerwartete schöne Begegnung mitten im Nirgendwo.

Tags darauf setzten wir unsere Fahrt in nord-westlicher Richtung fort. Im Herzen des Cowboy Countrys legten wir passenderweise einen Zwischenstopp beim Cowboy-Shop in Pinedale ein. Ein schönes gefüttertes Karohemd (Mitbringsel) und ein eher indianisch aussehendes Oberteil für meine Wenigkeit wechselten den Besitzer.

Unser nächster Halt war der Rendezvous Park in Wilson; dieser verfügt über eine Vielzahl von Teichen, Wanderwegen, Picknicktischen und künstlerischen Elementen. Wir verbrachten einen gechillten Nachmittag auf unserem Streifzug durch die Grünanlage und am Snake River vorbei.

Da der Park nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang genutzt werden darf schlugen wir unser Nachtlager auf einem um die Ecke gelegenen riesigen Park & Ride Parkplatz auf, von dem wir am nächsten morgen gegen 7 vom dortigen Security Service vertrieben wurden. Nicht schlimm, denn zum Grand Teton National Park war es ohnehin nicht mehr weit.

Am Jenny Lake starteten wir unsere Erkundungstour. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf das zerklüftete Profil der Teton-Bergkette, die sich ohne Vorgebirge zweitausend Meter aus der Ebene erhebt.

Der Namensgeber des Parks "Grand Teton" ist die höchste Erhebung und liegt 4.197 Meter über dem Meeresspiegel. Betrachtet man die Gebirgskette aus den verschiedenen Perspektiven, ist es nicht immer einfach die höchste Bergspitze sofort zu erkennen. Grandios ist und bleibt der Anblick allerdings aus jedem Winkel!

Eine weitere Kreation der Natur sind die malerischen Willow Flats, die ein flaches, zauberhaftes Sumpfland präsentieren.

Im nordwestlichen Teil liegt der Jackson Lake, welcher mit einer Fläche von 103,4 km² der größte See innerhalb des Parks ist.

Der niedrige Wasserstand des Sees war je weiter wir in den Norden kamen unübersehbar. Dieser Anblick machte durstig, weshalb wir uns ein erfrischendes Eis auf der Terrasse der Leeks Marina gönnten und all die Eindrücke sacken ließen.

Obwohl die Gegend um Grand Teton ein zauberhafter Ort ist, war er nur das Vorspiel zum eigentlichen Highlight und Olymp aller Nationalparks.

Aber dazu mehr im nächsten Beitrag! 🔜

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