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  • AutorenbildSandra

Yoho und so... 🇹🇩

Nach Banff & Jasper lag die Latte hoch und ich war mir nicht sicher ob ich jemals was Schöneres sehen werde. Aber wir hatten ja noch nicht einmal die Halbzeit unserer insgesamt 6-monatigen Reise erreicht. FĂŒr die nĂ€chsten Tage waren die Nationalparks Yoho, Glacier und Revelstoke geplant, die sich fast nahtlos aneinander reihen wenn man von Banff (Alberta) nach Westen (British Columbia) fĂ€hrt. Ohne eine BroschĂŒre vom Yoho Park waren wir erstmal auf Schilder angewiesen, die uns auf die Takakkawa Falls aufmerksam machten. Enthusiastisch folgten wir der Beschilderung, bis wir auf ein merkwĂŒrdig anmutendes Verkehrsschild stießen. đŸ€·â€â™€ïž

Wir grĂŒbelten was es bedeuten könnte, waren uns aber nicht sicher. Also ignorierten wir es erstmal. đŸ€— Nach ein paar Metern berghoch war uns klar, dass das Schild mit der BewĂ€ltigung dieser Kurve zusammenhing, die fĂŒr unseren Bus definitiv zu eng war. Wir kapitulierten im RĂŒckwĂ€rtsgang. Doch schon eine halbe Stunde spĂ€ter waren wir zurĂŒck und stellten uns der Aufgabe. 😈

Zwischenzeitlich waren wir nĂ€mlich auf das Visitorcenter gestoßen und konnten eine Karte des Parks ergattern und darauf war auch erklĂ€rt wie Fahrzeuge mit einer LĂ€nge von mehr als 7,5 Metern diese Spitzkehre bewĂ€ltigen können und vor allem war ersichtlich, dass es sich nicht – wie wir befĂŒrchtet hatten - um mehrere Kurven dieser Art handeln wĂŒrde. Nach erfolgreicher SerpentinenbewĂ€ltigung mussten wir beim Gedanken, wie sich dieses Verkehrszeichen in Deutschland behaupten könnte, schmunzeln.. ☻ Aber gut, wir hatten wieder mal was dazu gelernt. đŸ€“

Ein paar Kilometer weiter kamen wir endlich zu der Attraktion, der wir diese neue Erfahrung zu verdanken hatten, den Takakkaw Falls. Schon vom Parkplatz aus war der mit 381,1 Metern bemessene zweithöchste Wasserfall Westkanadas zu sehen.

Der VollstĂ€ndigkeit halber sei gesagt, dass der freie Fall lediglich 254 m bemisst – falls jemand nachmessen will 📏 😉.


Unser nĂ€chster Stopp hieß Emerald Lake: ein glasklarer, tĂŒrkisfarbener, wunderschön gelegener See an dem sich ein Spaziergang anbot.

Als wir zum Bus zurĂŒck kamen und gerade losfahren wollten kam eine junge (wie sich herausstellte) kanadische Familie euphorisch auf uns zugesprintet und fragte ob sie den Bus sehen dĂŒrften. Sie erzĂ€hlten, dass sie ein paar Wochen mit ihrem Skoolie durch Kanada reisen. Auch wenn wir nur kurz plauderten, es war schön mal ein paar kanadische Skoolie-Liebhaber kennenzulernen. Ich hab ihren Bus zwar leider nicht von innen sehen können, aber von außen war der "Mountainboundbus" sehr liebevoll gestaltet.


Unser NĂ€chster Halt hieß: Natural Bridge. Hierbei handelt es sich um eine natĂŒrliche Felsformation, die den Fluss des Kicking Horse River westlich von Field ĂŒberbrĂŒckt, wo die langsamer fließenden GewĂ€sser ihren Abstieg durch eine Schlucht beginnen, um sich dem Amiskwi River anzuschließen.

Das wollte ich mir genauer ansehen; Zeit fĂŒr einen Perspektivwechsel.đŸ‘€đŸ§â€â™€ïž

SpÀter legten wir eine Rast am Faeder Lake ein, Lennox konnte sich erfrischen und wir uns an dem Farbenspiel dieses wunderschönen kleinen Sees erfreuen, welches selbstverstÀndlich fotografisch belegt werden kann.

Anschließend fuhren wir weiter in die nĂ€chste Ortschaft und ĂŒbernachteten außerhalb vom Ortskern an so etwas wie einem Sportplatz (Golf Disc), wo uns am Abend ein junges deutsches PĂ€rchen ansprach; sie hatten das Nummernschild erkannt. Sie erzĂ€hlten, dass sie ebenfalls aus dem Saarland (Kreis Merzig-Wadern) stammen und aktuell im Banff Nationalpark bei der Gondola als Work & Traveller arbeiten. Wie klein doch die Welt ist!

Am nĂ€chsten morgen entschlossen wir uns mal bei Skydive Yeti vorbei zu schauen, die sich zufĂ€lligerweise in Golden, also dem Ort befanden wo wir ĂŒbernachtet hatten. Der Flugplatz war versteckt am Ortsrand in unmittelbarer NĂ€he zu einer Zugstrecke, total unscheinbar, aber mit malerischem Panorama. Wir fachsimpelten eine Weile, staubten (kostenfrei) 2 T-Shirts ab, nutzten das Wifi und machten uns am Mittag wieder auf die Reise.

Die Nationalparks Glacier und Revelstoke (British Columbia) waren anschließend schnell abgehandelt. Da wo wir hĂ€tten anhalten wollen war gesperrt. Überschwemmungen und Schlammlawinen waren in den letzten Monaten wohl recht erbarmungslos in dieser Gegend. Die Abfahrt ins Tal schien endlos. Eine nicht enden wollende Baustelle in den Bergen, die teilweise recht eng und sehr kurvig war, ließen meinen Adrenalinspiegel hinterm Steuer in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden steigen. Es war schon dunkel als wir endlich die erste Ortschaft erreichten und einen Schlafplatz in der NĂ€he eines Golfplatzes fanden.

Der nĂ€chste Tag fĂŒhrte uns in die Gegend um Kelowna. Die Sonne brannte erbarmungslos. GlĂŒcklicherweise fand ich eine tolle Stelle am See, wo Hunde endlich mal ohne Leine laufen und sogar baden durften. Sehr viele 4-Beiner freuten sich ĂŒber eine AbkĂŒhlung und neue Bekanntschaften.

Am Tag darauf war einer dieser Tage, die kein Mensch braucht. Das Wetter war „geht so“, die Laune beschissen und daran waren die weiblichen Hormone nicht ganz unschuldig (wenn ihr versteht). đŸ„Ž Was macht man an so einem Tag? Genau, man bzw. frau geht shoppen. Schon seit Wochen wollte ich ĂŒber einen Bilderbuch-See paddeln, war aber zu geizig, um die horrenden LeihgebĂŒhren zu zahlen. Vor einigen Tagen hatte ich jemanden angesprochen, der ein aufblasbares Kayak nutzte; mich interessierte, wie stabil die im Wasser liegen, weil ich ungeplante Schwimmeinheiten eher scheue. Der Familienvater versicherte mir, dass man damit quasi nicht umkippen kann. Das war genau das, was ich hören wollte. Seitdem war ich auf der Suche nach einem solchen 2-Sitzer-Kayak, in dem Lennox ebenfalls Platz haben wĂŒrde. Und fand es an diesem Tag. đŸ€©

Außerdem landeten noch 3 Schwimmwesten im Einkaufswagen. FĂŒr Seb' und mich die mittelpreisigen, so semi bequemen und nicht sehr stylischen blauen Westen und fĂŒr Lennox, natĂŒrlich die teuerste, bequemste und bestaussehendste. Alles fĂŒr den Dackel, alles fĂŒr den Club...🐕

Der Einkaufstrip und der Umschlag „Wenn alles doof ist“ heiterte meine Stimmung zumindest teilweise auf. Danke, Paddy, dass Du 💯 immer fĂŒr mich da bist, sogar wenn ich nicht "da" bin đŸ˜˜â€





77 Ansichten1 Kommentar

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1 Comment


kimwohlers
Aug 15, 2022
‱

Erst ein See in der schönsten Farbe der Welt 😍 und dann is der nĂ€chste Tag sooo doof... đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž Ich drĂŒck dich ganz fest (leider natĂŒrlich zeitlich und rĂ€umlich getrennt) ...unser Leben fĂŒr den Hund 🐕 ❀ Knutscha mei Guddes

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